Die Neugierde der Katze

Katzen sind neugierig. Das kann man durchaus auch als Zeichen ihrer Intelligenz deuten. Zudem gehört es auch zum Überlebensinstinkt einer Katze, sich für ihre Umgebung zu interessieren und möglichst viele und vor allem genaue Informationen über diese einzuholen. Uns erscheint das dann als Neugierde. Damit will sich die Katze so nur vor Gefahren bewahren und manchmal einfach nur satt werden. Schließlich helfen genaue Ortskenntnisse auch bei der Jagd und beim Aufspüren von Beute.

Revier der Katze

Katzen sind zwar keine Rudeltiere, dennoch kennen Katzen eine Hierarchie untereinander. Wenn es die Hierarchie der Katzengemeinde vorsieht, kann es sogar passieren, dass Katzen ihr Revier wechseln. Freiwillig würden sie das allerdings nicht tun. Musste eine Katze ihr Revier wechseln, dann wird dies sofort erkundet. Es muss schließlich kennen gelernt werden. Alles Neue – von herumliegenden Gartengeräten über Sandhaufen oder auch umgestürzten Bäumen bis hin zu Autos, Schuppen, Möbelstücken wird alles von der Katze sehr vorsichtig untersucht. Allerdings kann es passieren, dass die Katze bei aller Vorsicht auch mal in einem Schuppen oder Keller eingeschlossen wird. Das sollte man bedenken, wenn die eigene Katze abgängig ist und nicht wieder auftauchen will.

Neugier der Katze kann unangenehme Folgen haben

Dass die Neugier auch unangenehme Folgen haben kann, erfährt die Katze oft selbst, nämlich dann, wenn sie wieder einmal in einer misslichen Lage ist. Schon bei jungen Kätzchen von zwei bis drei Wochen ist die Neugier die treibende Kraft. Sie erkunden ihre Umgebung unter den wachenden Augen ihrer Mutter, welche auch dank ihrer guten Nase die Kleinen vor möglichen Gefahren bewahrt. Es kann aber passieren, dass die Neugier eben die Oberhand hat und das zu Gunsten der angeborenen Vorsicht. Mit der Zeit wird eine Katze reifer, sie sammelt schließlich Erfahrungen. Jungen Katzen fehlt eine solche Vorsicht, die eben auf Lebenserfahrung und Wissen aufbaut. Aus diesem Grund sollte man ein Haus immer katzenfreundlich gestalten.

Zu den Katzen Sicherheitsmaßnahmen zählt unter anderem:

  • Wassertonnen verschließen.
  • Kippfenster vermeiden bzw. sichern.
  • Bevor eine Tür geschlossen wird (Schuppen, Keller) immer gucken, ob nicht eine neugierige Katze drin ist.
  • Giftige Dinge wegräumen.
  • Offene Rohrleitungen abdecken.

 

Dies sind Dinge, die man im Garten und auf dem Hof durchaus auch tun kann, wenn man selbst keine Katze hat, aber den Nachbarskatzen das Leben nicht unnötig erschweren möchte.

Sicherheit im Haus

Im Haus müssen nicht nur Fenster und Balkon gesichert werden. Auch Schranktüren sollten gut verschlossen werden, Spalte, die nach unten enger werden gesichert (hinter Schränken zum Beispiel), Kratzbäume kippsicher stehen und natürlich alles was giftig sein könnte, gut weggeräumt werden. Das gilt auch für Zimmerpflanzen, die für Katzen giftig sein könnten und auch für jede Tablette und Pille, die einem vielleicht auf den Boden fällt.

Auch hier gilt: Wer eine Wohnung im Erdgeschoss hat und weiß, dass draußen viele neugierige Katzen unterwegs sind und dazu noch merkt, dass diese eben auch ins Fenster kommen können, sollte unbedingt gekippte Fenster vermeiden oder mindestens gut im Auge behalten.

 

Aus einer neugierigen Katze wird irgendwann eine wissende Katze

Passt man gut auf seine kleine neugierige Katze oder das Kitten auf, dann wird aus einer solch neugierigen Katze irgendwann eine Katze mit Lebenserfahrung und dem Wissen um Gefahren. Allerdings dauert das. Bei kleinen Kätzchen im Haus ist besondere Vorsicht geboten. Mit dem Fortschreiten des Alters, ca. ab 8 Jahren, lässt die Neugier der Katzen nach, und sie interessieren sich mehr für die angenehmen Dinge im Leben wie Wärme, Bequemlichkeit und regelmäßige Mahlzeiten.

 

Streifzüge durch das Revier – Kontrollgang für die Katze

Auf dem Streifzug durch ihr Revier nimmt die Katze mit all ihren Sinnen Informationen auf, vor allem Gerüche. Es könnte ja sein, dass eine andere Katze eine Duftmarke hinterlassen hat, oder vielleicht sind neue Vogel- oder Mäusenester entstanden. Auch andere Tiere könnten beim Durchstreifen des Reviers Gerüche verbreitet haben. All dies muss untersucht und geprüft werden. Bei diesem Kontrollgang werden auch alte und vertraue Gerüche wahrgenommen, welche der Katze Sicherheit geben.

 

Neugierige Wohnungskatzen – Katzen-TV vom Fenster aus

Die Neugier bei Wohnungskatzen zeichnet sich dadurch aus, dass sie z.B. auf den Fenstersimsen die Umgebung draussen beobachten. Die Bewegungen von Katzen, Vögeln, anderen Tieren und Menschen werden aufmerksam verfolgt, auch wenn es keine Gelegenheit zum Jagen gibt oder die Sicherheit in irgendeiner Weise gefährdet wäre. Alle Neuanschaffungen in der Wohnung werden inspiziert und analysiert. Eine frisch ins Wohnzimmer gestellte Transportbox deutet auf etwas Unangenehmes hin und die Katze verzieht sich womöglich. Tipp: Stellen Sie die Transportbox vor dem Gebrauch schon eine Woche früher in die Wohnung, so verbindet die Katze die Box nicht mit unangenehmen Dingen. Zum Tierarztbesuch Training sollte gerade bei Kitten gehören, dass diese die Katzenbox vielleicht auch als Schlafhöhle kennen lernen und die Box eben nicht nur für unangenehme Besuche beim TA herausgeholt wird.