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Katz und Mensch Drucken

Katzen mögen die Gesellschaft des Menschen und sind deshalb angenehme Haustiere. Obwohl sie im Grunde Einzelgänger sind, bleibt das Bedürfnis nach Nähe aus den ersten Lebensmonaten ein Leben lang bestehen.

Ursprünglich haben sich Katzen aus opportunistischen Gründen den menschlichen Siedlungen genähert. Daraus ergab sich für sie ein Vorteil bei der Futtersuche. Ihre grosse Anpassungsfähigkeit ermöglichte ihnen, sich auf ein Leben im Haus genauso einzustellen, wie auf das Überleben in der Wildnis. Durch diese Eigenschaft konnten sich Katzen sogar auf Schiffen zurecht finden, wodurch sie beispielsweise nach Amerika und Australien verbreitet wurden. Leider wird die Anpassungsfähigkeit der Katze vom Menschen auch ausgenutzt, nämlich bei Tierversuchen in der Forschung.

Katzen fühlen sich am Wohlsten, wenn sie selber wählen dürfen, ob sie sich draussen oder drinnen aufhalten wollen. Doch mit ausreichend Abwechslung, Gesellschaft und Bewegungsfreiheit sind Katzen auch als reine Stubentiger glücklich.

 



 

Der Charakter einer Katze ist stets würdevoll und zurückhaltend. Im Gegensatz zu Hunden versuchen sie nicht, den Menschen zu gefallen. Sie sehen keinen Sinn darin, Kunststücke zu erlernen, obwohl sie darin der Intelligenz von Hunden ebenbürtig wären. Allerdings lernen Katzen schnell, wenn ein unmittelbares Ergebnis zu ihrem Nutzen damit verbunden ist. Ob der Mensch das gut findet, ist ihnen dabei egal.

Katzen, die sich einmal in der Menschenwelt zurechtgefunden haben, nehmen diese Fähigkeit in ihr Repertoire an Instinkten auf. Eine entlaufene Katze findet meistens rasch ein neues Zuhause, weil sie gelernt hat, dass es in und um menschliche Behausungen Wärme und Nahrung gibt. Ein Hund hingegen würde wahrscheinlich bis zur Erschöpfung umherirren. Manche Katzen nutzen diesen Instinkt zu ihrem Vorteil und suchen sich ein neues Heim, wenn es ihnen im alten zu bunt wird. Sie wissen, dass sie auch an einem anderen Ort aufgenommen werden.

Regelmässigkeit und feste Gewohnheiten gehören zu den Dingen, die Katzen schätzen. Trotzdem sind sie nicht unbedingt treue Tiere und trauern etwa ihren verstorbenen Besitzern nicht nach. Für sie steht das eigene Überleben im Vordergrund. Das bedeutet allerdings nicht, dass Katzen für ihre Besitzer oder ausgewählte Personen nicht so etwas wie Liebe empfinden können. Sie geniessen die Zuwendung des Menschen mindestens genauso, wie jene die Liebesbeweise ihrer Katzen.

 




 

 
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