Katzen sind Fleischfresser

Bei der Katzenhaltung spielt die Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Zumindest wenn man Wert legt auf artgerechte Haltung und eine gesunde Katze. Wobei gesund auch meint, dass die Katze ein Idealgewicht hat und sie kein Moppelchen ist. Was durchaus passieren kann, insbesondere wenn man es mit den Leckerchen übertreibt.

Katzen sind keine Vegetarier

Einige Katzenhalter probieren es bei ihrer Katze mit rein pflanzlicher Kost. Katzengerecht sieht anders aus. Die Katze ist ein Karnivoren, in der Wildnis stehen ihr Mäuse und andere kleine Beutetiere zur Verfügung. Aus diesem Grund erscheint eine rein fleischlose Fütterung kaum gesund genug zu sein. Ob eine Ernährung ohne Fleisch mit zusätzlichen Ergänzungsmitteln machbar sein könnte, sollte man – falls unbedingt gewünscht – in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater für Katzen diskutieren.

Unsere Katzen können beim Fressen ganz auf Mäuse setzen

Um ihren Nährstoffbedarf zu decken, würde einer Katze wirklich eine ganze Zahl an Mäusen ausreichen. Kohlenhydrate, pflanzliche Nährstoffe und natürlich erst recht Zucker benötigt die Katze nicht. Ihren Tagesbedarf an Nährstoffen und Kalorien könnte eine Katze mit acht bis 15 Mäusen abdecken.

Weniger Füllstoffe mehr Fleisch

Ein hochwertiges Katzenfutter muss darum jedenfalls über einen ausreichend hohen Prozentsatz Fleisch verfügen. Damit sind nicht vier Prozent gemeint. Häufig scheinen Katzen dabei leider billige Futter bevorzugt zu fressen, trotz der nicht gerade gesunden Zusammensetzung. Sie bevorzugen es nur wegen dem Geschmack und Geruch. Nicht weil es gut ist. Möglich machen das Lockstoffe und der Geruch. Auch Zucker hilft dabei, dass Katzen auf das billige Katzenfressen oftmals abfahren. Möchte man dann auf ein gesundes Futter umstellen, hat man häufig das Problem, das diesem natürlich die Lockstoffe und ungesunden Beimischungen, die das ganze aber für den Katzengaumen so lecker machen, fehlen. Und die Katze das gesunde Fressen im Napf verweigert. Hier hilft eine Schrittweise Umstellung und Gewöhnung an das neue gesunde Futter.

Was verträgt die Katze besser? Nassfutter oder doch Trockenfutter

Ob Trockenfutter oder Nassfutter ist nebensächlich, solange das Futter alle Nährstoffe beinhaltet und die Katze es auch verträgt. Trockenfutter oder Dosenfutter – beide Futtersorten haben ihre Vor- und Nachteile. Dosenfutter riecht und schmeckt für die Katze sehr oft feiner. Es ähnelt ihrer Beute, was die Katze sich selbst erjagen würde. Nassfutter hilft dabei einen Teil des täglichen Wasserbedarfs zu decken.

Dosenfutter hilft Wasserbedarf der Katze zu decken

Wenn eine Katze zu wenig trinkt, sollte die Katze eher Nassfutter in ihr Schälchen bekommen. Allerdings lässt sich Dosenfutter nicht so gut portionieren und wenn ein Rest bleibt muss dieser möglichst kühl aufbewahrt werden. Eine offene Dose Katzenfutter kann im Kühlschrank aber auch stören. Manchmal stört es weniger den Katzenhalter als seine menschlichen Mitbewohner. Weiterhin muss man auch wieder dran denken die offene Dose mit dem Nassfutter beizeiten aus dem Kühlschrank zu nehmen, sonst ist es zu kalt für die Katze und ihrem kälteempfindlichen Magen. Ein Rest Nassfutter im Katzennapf kann gerade in der warmen Jahreszeit zu Problemen führen. Freßreste locken Fliegen und manchmal auch andere Insekten an und es kann verderben. Ab und an will es die Katze dann gar nicht mehr fressen.. Diese Probleme hat man mit dem trockenem Futter nicht. Das trockene Futter lässt sich leichter aufheben, in Portionen teilen und Trockenfutterkrümel im Fressnapf sind eher unbedenklich. Dafür muss man unbedingt darauf achten, dass eine Katze hinreichend Wasser oder andere Flüssigkeit zu sich nimmt, wenn sie vor allem Trockenfutter in ihren Freßnapf bekommt. Tut die Samtpfote nicht genug Wasser zu sich nehmen, dann kann das Folgen für ihre gesundheitliches Befinden haben. Ihr drohen drohen Nieren- und Harnwegsprobleme.

Dosenfutter aus gesundheitlichen Gründen bevorzugen

Bedenken sollte man, dass die Katze vom Organismus besser für nasses Futter ausgelegt ist. In der Wüste gab es eben auch kaum Wasserstellen, die Katze musste ihren Wasserbedarf über ihre Beute decken. Wer der Katze also eine gesunde und artgerechte Nahrung bieten möchte und auf Nummer sicher gehen will, sollte unbedingt auf Dosenfutter setzen.

Einige Katzenhalter geben beides in den Katzennapf. Dosenfutter wird sofort gefressen. Das trockene Futter beibt als Reserve.

Rohes Fleisch auch für Katzen

Barf ist eine Methode zur Ernährung fleischfressender Haustiere. Entwickelt wurde Barf dabei primär für Hunde.

Auch Barf findet vermehrt auch Anhänger bei Katzenbesitzern. Biologisch artgerechtes rohes Fleisch (kurz BARF) ist auch bei Katzenbesitzern heute ein beliebtes Thema. Es bedeutet die Ernährung primär mit rohem Fleisch. Wobei es nicht ausreicht, die Katze einfach nur mit möglichst Frischlfeisch zu füttern. Gerade bei der Rohfleischfütterung muss auf ein Verhältnis der Nährstoffe beachtet werden. Daher finden sich auch Innereien und Knochen im Katzennapf oder man muss den Bedarf an wichtigen Nährstoffen anders erreichen.

Trockenfutter und Dosenfutter kann man mit Rohfleischfütterung ergänzen.

Übergewicht ist ein ernstes gesundheitliches Problem auch bei Katzen

Heutzutage haben immer mehr Katzen Probleme mit ihrem Gewicht. Da ein zu viel an Gewicht ein wichtiges Thema ist, sollte man auch bei der Gabe von Leckerlis immer an die Gefahr von Übergewicht denken, und entweder die Zahl der Extras minimieren und auch die das was in den Fressnapf kommt daran anpassen, was die Katze noch als Belohnung zu Fressen bekommt. Wenn die Katze schon zu dick geworden, dann drohen ihr nicht nur Probleme mit den Gelenken, sondern auch allgemein eine kürzere Lebenserwartung. Zu viel auf den Rippen für die Lebenserwartung und Gesundheit einer Katze.

Kuhmilch für Katzen

Adulte Katzen vertragen meist keine Kuhmilch mehr. Der Abbau des Milchzuckers (Lactose) klappt dann bei der älteren Katze nicht mehr. Das führt bei der Katze zu Verdauungsstörungen und Durchfall. Statt auf Extra-Katzenmilch zu setzen, kann man seine Katze aber schlicht und einfach auch nur mit einfachem Wasser versorgen. Trinkt die Katze dauernd zu wenig, dann kann salzarme Brühe dabei helfen, das Wasser leckerer zu machen und für die Katze ansprechender zu machen. Katzenmilch (mit Wasser angerührt, wegen der zusätzlichen Kalorien) kann ebenso helfen.

Wassernapf und Katzenfressnapf trennen

Einige Katzen sind einfach schlechte Trinker. Ein Grund kann sein, dass der Trinknapf direkt neben dem Fressen steht. Wassernapf und Fressnapf bedürfen zwei getrennte Plätze oder zumindest einen gewissen Sicherheitsabstand. Alles andere ist für uns zwar mit weniger Arbeit verbunden. Die Katze mag es aber nicht.

Diese Einführung in die Katzenernährung sollte erst einmal reichen.